Fehlende oder veraltete Unterlagen sind einer der häufigsten Gründe, warum Immobilienverkäufe in Österreich verzögert werden oder ganz scheitern. Diese Checkliste hilft Ihnen alles rechtzeitig zusammenzustellen.
Pflichtunterlagen: ohne diese geht nichts
Der Grundbuchauszug ist das zentrale Dokument: Er zeigt Eigentümer, Lasten, Hypotheken und sonstige Eintragungen. Er sollte nicht älter als drei Monate sein und ist online über das Grundbuch-Online-Portal abrufbar. Der Energieausweis ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben und muss spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Bei Fehlen drohen Strafen bis 1.450 Euro. Er muss von einem befugten Sachverständigen ausgestellt sein und darf nicht älter als zehn Jahre sein.
Für Eigentumswohnungen zusätzlich
Sie benötigen den Wohnungseigentumsvertrag, die aktuellen Betriebskostenabrechnung der letzten zwei bis drei Jahre, das Protokoll der letzten Eigentümerversammlung, den aktuellen Wirtschaftsplan der Hausverwaltung sowie Informationen über bestehende oder geplante Rücklagen und Sanierungen. Kaufinteressenten fragen regelmäßig nach diesen Unterlagen. Wer sie parat hat, wirkt professionell.
Für Häuser und Grundstücke zusätzlich
Hier brauchen Sie den Lageplan und Grundrisse (am besten aktuell und maßstabsgetreu), die Baugenehmigungen aller durchgeführten Umbauten samt Benützungsbewilligung bzw. Fertigstellungsanzeige, einen Nachweis über die Widmung des Grundstücks, sowie bei Altbauten gegebenenfalls einen Nachweis über die Kanalbeschaffenheit oder Kläranlage.
Hilfreiche Zusatzunterlagen
Fotos oder Rechnungen von Sanierungen und Investitionen der letzten Jahre, Wartungsnachweise für Heizung und andere technische Anlagen, sowie Informationen über laufende Mietverträge, wenn die Immobilie vermietet ist. Diese Unterlagen sind nicht verpflichtend, steigern aber das Vertrauen der Käufer erheblich.
Wo Sie fehlende Unterlagen bekommen
Grundbuchauszug: Grundbuch-Online oder beim Bezirksgericht. Energieausweis: Beauftragung eines Sachverständigen, Kosten 200 bis 600 Euro je nach Objekt. Baugenehmigungen: beim Bauamt der zuständigen Gemeinde. Wenn Sie unsicher sind, was in Ihrem Fall nötig ist: Bei NoMak gehört die Durchsicht Ihrer Unterlagen zur Exposé-Erstellung. Sie erfahren vorab, was fehlt und wo Sie es bekommen. Und prüfen Sie bei Häusern vor dem Inserieren beim Bauamt, ob der tatsächliche Bestand dem Bauakt entspricht: Nachträgliche Bewilligungen dauern Monate und verhandeln sich besser vor als nach dem ersten Kaufanbot.
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